Stimmakrobat Bobby McFerrin improvisierte mit dem Linzer Publikum

Ehemalige BORG Schüler sangen mit Bobby McFerrin im Brucknerhaus (siehe Bild)
Der Artikel erschien in den OÖN, am 2. Mai 2018.

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Bobby McFerrin motivierte seine Sänger und das Publikum zum Singen. Foto: grox Bild:

Es war vermutlich der größte Chor, der jemals im Brucknerhaus gesungen hat. In einem außergewöhnlichen Konzert im restlos gefüllten Großen Saal: Mit improvisierten „Circlesongs“ war Bobby McFerrin am Sonntag in Linz zu Gast.

Nur eine Probe um 16 Uhr sei dem Konzert vorangegangen, verrät der Bariton aus New York, Schöpfer von „Don’t Worry Be Happy“. Wohlfühlstimmung verbreitet der Sohn des ersten afroamerikanischen Opernsängers und einer Sopranistin auch diesmal, auf spezielle Weise: Nur ein Dutzend Sänger und Sängerinnen des Linzer Hard Chores und der Gesangskapelle Hermann wie eine Handvoll Töne genügen ihm, um binnen weniger Minuten ein mehrstimmiges Werk zu zaubern.

Es sind einfache, minimalistische Phrasen, die er seinen Chor, aufgeteilt in vier Grüppchen, in Endlosschleifen nachsingen lässt, wobei er von einer zur anderen Gruppe wandert. Stimme um Stimme gesellt sich so zu einem kanonartigen Klangteppich, über den schließlich Bobby McFerrin als leichtfüßiger Stimmakrobat spaziert, blitzschnell zwischen Brust- und Kopfstimme wechselnd, beatboxend, zu Body-Percussion. (gekürzt)

Konzert : „Circlesongs“ mit Bobby McFerrin, Brucknerhaus Linz, 29. 4.